Getränke in der Gastronomie – Ein erster Überblick für Gründer

Wer einen Gastronomiebetrieb eröffnet, möchte seinen Gästen zunächst hochwertige Speisen bieten. Aber auch die Getränke können einen entscheidenden Unterschied ausmachen und echten Hochgenuss bedeuten. Hier gibt es einen kurzen Überblick für Gründer, worauf hinsichtlich der Drinks zu achten ist.

Bedeutung der Getränke in einem Restaurant und einer Bar

Gründer in der Gastronomie sollten sich in einem ersten Schritt bewusst machen, warum die Getränke für ihren Betrieb eine Bedeutung haben. Je nach Konzept kann es dabei einige Unterschiede geben. Das gilt beispielsweise bei der Differenzierung zwischen einem Restaurant und einer Bar.

Getränke in einem Restaurant

In einem Restaurant dienen die Getränke allen voran als Begleitung zu den Speisen. Dementsprechend ist es wichtig, nicht nur eine große Auswahl für die Besucher zu haben, sondern Drinks anzubieten, die sich optimal mit dem Menü kombinieren und vereinbaren lassen.

Gleichzeitig sollten die Drinks zur Ausrichtung des Restaurants passen. Wer beispielsweise italienische Spezialitäten anbietet, sollte daher darauf schauen, gleichermaßen Drinks zu offerieren, die für dieses Land typisch sind.

Natürlich gibt es hierbei ein wenig Flexibilität. In einem Restaurant mit einer hochwertigen, gutbürgerlichen Küche werden oftmals neben den Erzeugnissen aus der Region auch internationale Weine, Biere oder andere Getränke gereicht.

Getränke in einer Bar oder Kneipe

Nochmal eine etwas andere Bedeutung haben die Drinks in einer Bar oder einer Kneipe. Hier werden sie nicht als Begleitung zu Speisen genutzt. Vielmehr sind die Getränke in solchen Gastronomiebetrieben das kulinarische Highlight.

Dementsprechend sollte die Auswahl deutlich umfangreicher und vielfältiger sein. Gleichzeitig liegt der Unique Selling Point solcher Lokalitäten oftmals in bestimmten Drinks, statt wie in einem Restaurant in der Hochwertigkeit und Einzigartigkeit der Speisen.

Getränke ohne Alkohol

Ein erster wichtiger Teil der Getränke, die Gastronomiebetriebe anbieten können und sollten, sind die Drinks ohne Alkohol. Dabei können grundsätzliche warme und kalte Getränke gereicht werden. Aber selbst innerhalb dieser beiden Kategorien haben Gastronomen eine große Auswahl, was sie auf ihre Karte setzen.

Kalte Getränke

Zu den kalten Getränken, die eine Gastronomie-Betrieb im Programm haben kann, gehören verschiedene Softdrinks wie Limonaden oder Cola. Auch Eistees kommen oftmals bei den Gästen gut an.

Des Weiteren sollte Wasser als Basic-Drink in jedem Restaurant vorhanden sein. Dabei sollten Gastronomen auf mindestens zwei der bekannten drei Typen setzen. Diese sind:

  • still,

  • Medium

  • Sprudel.

Des Weiteren gehören Säfte zu den Kaltgetränken. Gastronomiebetriebe haben dabei die Wahl, ob sie diese Drinks aus der Flasche oder in der frisch gepressten Variante anbieten. Letztere ist sicherlich ein wenig hochwertiger und zeigt, wie wichtig dem Restaurant das Wohl der Gäste ist. Allerdings sollte eine Beschränkung auf bestimmte Sorten der frisch gepressten Varianten vorgenommen werden, damit die Idee wirtschaftlich und realisierbar bleibt.

Warme Getränke

Adobe Stock, © leszekglasner (#211605087)

Des Weiteren ist es sinnvoll, auf der Karte einige warme bzw. heiße Getränke unterzubringen. Hierzu zählt allen voran Kaffee in verschiedenen Ausführungen wie einfacher Milchkaffee, Latte, Cappuccino oder Espresso.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, den Gästen verschiedene Tees anzubieten. Je frischer die Zutaten dabei sind, desto hochwertiger und leckerer ist das Resultat. Ähnlich wie bei Säften ist die Auswahl an Tee-Sorten riesig. Je nach restlichem Konzept sind für die Karte unter anderem denkbar:

  • grüner Tee,

  • schwarzer Tee,

  • verschiedene Früchte-Tees

  • sowie verschiedene Kräuter-Tees.

Ebenfalls bedeutsam sind Cocktails. Viele Gäste trinken dabei gerne die Varianten, die Alkohol enthalten. Allerdings können auch leckere alkoholfreie Cocktails das kulinarische Herz eines Feinschmeckers höherschlagen lassen.

Alkoholische Getränke

Die allermeisten Lokalitäten bieten ihren Gästen alkoholische Getränke an. Hierbei gibt es eine riesige Auswahl, die sich in mehrere Arten und Kategorien einteilen lässt. Hierzu zählen allen voran:

  • Biere,

  • Weine,

  • Cocktails

  • und Spirituosen.

Biere

Mit einem Blick auf die Biere können die Gastronomen aus einem breiten Sortiment wählen. In vielen Gaststätten gibt es einen Hauptzulieferer, der meistens aus der gleichen Region stammt. Im Normalfall bietet ein Gastronomiebetrieb seinen Gästen frisch gezapfte Biere und Flaschenbiere.

Oftmals gehört Pils zu den Standard-Bieren in einem Gastronomiebetrieb. Zusätzlich bieten viele Gastwirte Hefeweizen an. Aktuell gibt es einige Trends, die durchaus lohnenswert sein können.

Dazu gehören unter anderem die Craft-Biere, die meist von kleinen Brauereien hergestellt werden. Darüber hinaus ist helles Bier seit einiger Zeit im Trend. Die Sorte, die in Bayern bereits lange zum Standard-Repertoire gehört, hat sich mittlerweile in vielen anderen Gegenden der Bundesrepublik etabliert. Dabei gibt es eine Reihe von bekannten Marken, die sich einer besonderen Beliebtheit erfreuen. Hierzu zählen:

  • Paulaner,

  • Benediktiner,

  • Augustiner

  • und Tegernseer.

Wer die Auswahl noch ein wenig erweitern möchte, kann dunkle Biersorten oder spezielle schmackhafte Biere aus anderen Nationen wie beispielsweise Guinness anbieten. Abrunden lässt sich das Bier-Programm mit alkoholfreien Varianten, allen voran Pils, Radler und Weizen.

Weine

Eine weitere Art von alkoholischen Getränken, die in vielen Gastro-Betrieben angeboten werden, sind Weine. Dabei können die Besitzer grundsätzlich auf verschiedene Varianten setzen, wozu allen voran gehören:

  • Rotwein,

  • Weißwein

  • und Roséwein.

Zunächst besteht die Option, zu schauen, welche Weine in der Region produziert werden. Gerade in bestimmten Gegenden, die für ihre Winzerei-Erzeugnisse bekannt sind, kann bei den Gästen damit eine gewisse Begeisterung ausgelöst werden. Zu diesen Regionen zählen in Deutschland allen voran:

  • die Pfalz,

  • die Mosel,

  • Baden

  • und Rheinhessen.

Des Weiteren lohnt es sich, ein wenig über den Tellerrand zu schauen und Weine aus anderen Ländern ins Programm aufzunehmen. Zu den großen Nationen in diesem Bereich zählen unter anderem Frankreich und Italien.

Dabei gibt es vielseitige Sorten, die schmackhaft sind und sich sowohl als Begleitung zu Speisen als auch für entspannten Genuss abseits der Mahlzeiten eignen. Für ihre besonderen Charakteristika sind unter anderem die Amarone-Weine aus Italien bekannt.

Sie werden mit dem sogenannten Appassimento-Verfahren hergestellt. Hierbei ergeben sich besonders intensive Aromen, da die Trauben getrocknet werden, bevor der Wein entsteht. So bekommt der Genießer beim Endprodukt Geschmackseindrücke von roten und dunklen Beeren.

Aber auch in Frankreich gibt es besondere Weine, die weltweit bekannt sind. Hierzu zählen unter anderem die Erzeugnisse aus den Regionen Bordeaux und Burgund. Dementsprechend vielseitig ist die Auswahl die Gastronomen mit einem Blick auf das internationale Weinangebot zur Verfügung haben.

Cocktails

Adobe Stock, © cabecademarmore (#208824300)

Ein weiterer Teil der Getränkekarte besteht in Cocktails. Das gilt insbesondere für Kneipen und Bars, aber auch für Restaurantbetreiber. Dabei gibt es die verschiedensten Optionen, auf die der Besitzer zurückgreifen kann.

Im Normalfall werden auf einer Cocktailkarte zunächst die bekannten Standard-Variantenangeboten. Dazu zählen neben dem Gin-Tonic unter anderem der Cuba-Libre oder der Cosmopolitan. Der White Russian und die Bloody Mary sind ebenfalls vielen Cocktail-Genießern ein Begriff. Gleiches gilt für den Tequila Sunrise oder die Margarita.

Neben diesen Standard-Kombinationen nutzen viele Gastronomen die Gelegenheit, eigene Cocktails zu entwerfen, die sie auf der Karte anbieten. Das bietet die Chance, sich von der Konkurrenz abzusetzen und mit den individuellen Kreationen die Besucher zu begeistern sowie an das Lokal zu binden.

Spirituosen

Ein letzter Abschnitt der Getränkekarte beinhaltet die Spirituosen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Gin,

  • Liköre,

  • Obstbrände,

  • Wodka,

  • Whiskey

  • und Rum.

In den meisten Gastronomiebetrieben gibt es ein breites Angebot mit verschiedenen Arten von Spirituosen. Allerdings kann es sich lohnen, sich ein wenig zu spezialisieren und von einem Typ, beispielsweise Whiskey, mehrere Varianten anzubieten. So wird die Lokalität attraktiv für entsprechende Liebhaber.

Specials zu verschiedenen Jahreszeiten und Anlässen

Darüber hinaus bieten sich verschiedene Anlässe und Gelegenheiten, Specials auf der Getränkekarte unterzubringen. In der heißen Jahreszeit zählen hierzu beispielsweise selbst gemachte Eistees.

Hiermit bietet der Gastronom seinen Gästen ein besonders erfrischendes Erlebnis. Im besten Fall werden dabei mehrere Sorten angeboten, beispielsweise Pfirsich, Melone oder verschiedene Beeren.

Im Winter wiederum kann der Betrieb Glühwein als Special nutzen. Rund um die Weihnachtszeit kann das Lokal dieses Getränk in der alkoholischen und alkoholfreien Variante auf die Karte setzen. Gleichermaßen eignet sich Punsch als Winter-Special.

Fazit

Die Getränkekarte kann in jedem Gastronomiebetrieb einen entscheidenden Unterschied ausmachen und Gäste von der Lokalität begeistern. Dabei sind zunächst die non-alkoholischen Drinks relevant. Hierzu gehören kalte Getränke wie Limonaden und verschiedene Wassersorten gleichermaßen wie Kaffee oder Tee. Mit einem Blick auf die alkoholischen Getränke kann der Gastwirt Biere, Weine, Cocktails und Spirituosen auf die Karte setzen. Dabei bietet es sich an, sich abseits der bekannten Standard-Varianten ein wenig umzuschauen und sich auf bestimmte Drinks zu spezialisieren. Schlussendlich können Sommer- und Winterspecials die Karte abrunden.

 

Titelbild: Adobe Stock, © Minerva Studio (#52051374)